Die Probesaison wurde motiviert unter der Leitung von Marco Müller gestartet. Die Stimmung war super und die Mitglieder der Feldmusik freuten sich nach dem Lockdown im Frühjahr auf das Wiedersehen und das gemeinsame Musizieren. Es wurde viel geübt und Proben wurden abgehalten, mit dem Ziel, das neu erarbeitete Programm in dieser eher düsteren Zeit für die Öffentlichkeit auf der Bühne im Monséjour zum Besten zu geben.

Durch die Absage des Seenachtsfests fiel bereits ein wichtiger Vereinsanlass, an welchem gemeinsam organisiert, gearbeitet, aber auch viel gelacht wird, dem Corona-Virus zum Opfer. Das Vereinsmitglied André Zimmermann, normalerweise zuständig für die Unterhaltung und Technik am Seenachtsfest, meint dazu: «Die Absage des Fests ist in vielerlei Hinsicht bedauerlich. So schweisst dieser Anlass die Vereinsmitglieder stark zusammen und es macht Spass, in einem solch guten Organisationskomitee zusammenzuarbeiten. Das Programm war nahezu komplett und es wären tolle Acts am Küssnachter Quai aufgetreten». Thomas Eilinger, welcher während dem Anlass als Kassier amtet, ergänzt: «Für die Feldmusik ist das Seenachtsfest besonders wichtig, um den Musikbetrieb, Löhne und weitere Ausgaben für beispielsweise Notenmaterial zu finanzieren.

Mit umso mehr Elan startete der Verein in die Probesaison für das bevorstehende Jahreskonzert im Herbst. Für die Proben wurde hierfür eigens ein Schutzkonzept ausgearbeitet und umgesetzt. Die Noten waren organisiert und der Rahmen um die Konzertorganisation war gegeben. Durch die Kontakte des Dirigenten Marco Müller hätte sogar ein landesweit bekannter Prominenter einen Gastauftritte im Konzertsaal Monséjour erhalten. Durch die hohe Infiziertenrate im Kanton Schwyz wurde es leider zunehmend schwieriger, trotz Schutzkonzept mit gutem Gewissen zu proben. Somit war der Entscheid vernünftig, die Proben bis auf weiteres einzustellen. Damit war auch schnell klar, dass unter diesen Umständen ein Jahreskonzert nicht durchführbar sein wird und abgesagt werden muss.

Die Feldmusikanten und -musikantinnen hatten diesen Herbst nebst dem Jahreskonzert noch weitere Auftritte und Anlässe geplant. Einige Auftritte an kirchlichen Anlässen, der Auftritt am Oktoberfest in Dangstetten (DE) und das bevorstehende Probeweekend fielen beispielsweise ebenfalls dem Virus zum Opfer.

Wann der ordentliche Probebetrieb wieder aufgenommen werden kann, ist momentan schwierig abzuschätzen. Der Präsident Urs Marcon ist zuversichtlich: «Je nach Situation wäre ein Probestart im Januar 2021 wünschenswert. Vorstellbar wären beispielsweise Proben in den Registern.» Tatsächlich könnte dadurch mit einem grossen Abstand geprobt werden, sodass das Ansteckungsrisiko reduziert würde. Die Feldmusik möchte das Konzertprogramm auf irgendeine Art und Weise der Öffentlichkeit präsentieren. Ideen für ein Verschiebedatum oder das Konzertprogramm an verschiedenen Anlässen im Frühling aufzuführen, sind bereits vorhanden. Eine flexible Umsetzung dieser Ideen je nach Corona-Situation in der Schweiz wird aktuell von den Mitgliedern der Musikkommission erarbeitet.